Die Bürgerstiftung in der Glockenstadt Gescher versteht sich seit ihrer Gründung als Motor für ein lebendiges, vielfältiges Miteinander. Ihr Ziel ist klar: Sie möchte das Leben in Gescher attraktiver machen. Sonderveröffentlichung der Gescher AZ zur Vorweihnachtszeit Von Alexander Bitting (Gescher AZ)
Mit Champagner-Polka in die Pause
Mit dem Johann-Strauss-Orchester NRW hat die Bürgerstiftung abermals einen klangvollen Akzent in der Glockenstadt gesetzt. Vor ausverkauftem Saal brillierten die Profi-Musiker aus Wuppertal. Seit ihrer Gründung möchte die Bürgerstiftung das Leben in der Glockenstadt attraktiver machen. Mit dazu beitragen die Konzerte, die die Stiftung regelmäßig veranstaltet.
Stehende Ovationen für das Johann-Strauss-Orchester NRW
Mit dem Johann-Strauss-Orchester hat sie dabei einen besonderen Coup gelandet. Dirigent Witolf Werner wusste kurzweilig durch das anspruchsvolle „fünfstündige Programm“ zu führen. „So steht es hier auf meinem Zettel“ schmunzelt er. Nun, die Besucher wären über eine solche Dauer nicht enttäuscht gewesen, wie es einige in der Pause sagten. Werner sicherte zu, die verschiedensten Genres der klassischen Musik darzubieten. „Sie werden einen Rundumschlag der klassischen Musik erleben“, versprach er – und er sollte richtig liegen. So begann man ganz klassisch mit dem Vorspiel zur Oper „La Traviata“. Es folgten bekannte Musikstücke wie zum Beispiel ein Ausschnitt aus der Orchestersuite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach. Dabei begeisterte der Solist und Bariton-Sänger Daniel Shayn, der facettenreiche musikalische Darbietungen bot.

Auch Prosecco und Kerzenschein tauchen im Titel der Konzertreihe auf, und so schickte das Orchester das Publikum mit der Champagner-Polka von Johann Strauss in die Pause. Im zweiten Teil ging man über in den Operetten und Musical-Block. Bei Melodien aus „Frau Luna“ von Paul Linke oder Medleys aus dem Musical „Oklahoma“ von Richard Rodgers rastete das Publikum förmlich aus. Mit einem weihnachtlichen Finale sollte das Konzert enden.
Für den Dirigenten war es ein Einfaches, das Publikum in „O du fröhliche“ mit einstimmen zu lassen. „Das war wohl der größte Chor, den Gescher erlebt hat“, meinte er. Was folgte, waren stehende Ovationen. Erst nach mehreren Zugaben durften die rund 30 Musiker die Bühne verlassen. „Behalten Sie uns in Ihren Herzen, zumindest so lange, wie das MHD der Lebkuchenherzen gilt“, rief er den Besuchern zum Abschied zu. Und im Gespräch mit der Gescher AZ stellte der Orchester Chef fest:
„Wir wurden vom Publikum getragen“. Man dürfe sich glücklich schätzen, dass es in einer Kleinstadt wie Gescher solche Veranstaltungen gebe, meinte Rainer van Eckendonk. Lob gab es aus dem Publikum von vielen Seiten. Mehr als zufrieden zeigte sich auch Martin Pollmann, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Seit zehn Jahren sei die Bürgerstiftung in Gescher aktiv und versuche, die Heimatstadt attraktiv zu machen.
„Dazu gehören Konzerte in unserem tollen Konzertsaal“, meinte Pollmann. Das Gute an Konzerten, Feierabendmärkten oder anderen Veranstaltungen sei, dass die Überschüsse in Gescheraner Projekte fließen. Unter Applaus appellierte er, die Aktionen der Bürgerstiftung weiterhin zu unterstützen, „damit wir Gescher noch attraktiver machen können“.
Franz-Josef Schulenkorf (SK) in Gescher AZ

