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Bereit für den Spatenstich: Viele Baumpaten haben einen eigenen Spaten mitgebracht, um ihr Namensschild anzubringen. Martin Pollmann (r.) und Hubert Effkemann erklären den genauen Ablauf. Fotos: Sebastian Schütte
Viele Baumpaten haben einen eigenen Spaten mitgebracht, um ihr Namensschild anzubringen. Martin Pollmann (r.) und Hubert Effkemann erklären den Ablauf. Fotos: Sebastian Schütte (AZ)

Bürgerstiftung pflanzt 51 Kopfweiden in der Berkelaue

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So voll war die Berkelaue schon lange nicht  mehr – dutzende Familien  und Privatpersonen haben sich am Samstag mit ihren eigens von zu Hause mitgebrachten Spaten nahe der Hambrücke am Holtwicker Damm versammelt, um als „Baumpaten“ die vom Bauhof gepflanzten Kopfweiden mit ihren Namensschildern zu versehen.

Das Stadtbild grüner gemacht

„Der Bauhof hat super Vorarbeit geleistet. Jeder kann seinen Platz aus suchen“, sagt Hubert Effkemann von der Bürgerstiftung.

„Jeder kann im Frühjahr vorbeikommen und schauen, ob es grün wird. Ich freue mich, dass sich soviele Gescheraner dafür eingesetzt haben.“

Hubert Effkemann (Bürgerstiftung)

Umsetzung nach 2 Jahren Planungsphase

Das Projekt der Stiftung kann nach zwei Jahren Planungsphase endlich umgesetzt werden.  Dazu wurden im Vorfeld 51 Kopfweiden in der Berkelaue entlang des Weges zwischen der Hambrücke und des Niedrigseilgartens im Haller Busch gepflanzt. „Die Löcher sind vorgebaut, die Bäume stehen. Wir können das gemütlich angehen“, sagt Martin Pollmann von der Bürgerstiftung, ehe Effkemann das Wort ergreift und darauf hinweist, dass alle Baumpaten als kleines Dankeschön noch einen Briefumschlag mit einem gezeichneten Bild einer Kopfweide von Ansgar Höing geschenkt bekommen. „Bei der Bürgerstiftung scheint die Sonne“, sagt Effkemann und deutet Richtung Himmel, wo gerade in diesem Moment die Sonne durch die Wolkendecke bricht. „Jeder kann im Frühjahr vorbeikommen und schauen, ob es grün wird. Ich freue mich, dass sich so viele Gescheraner dafür eingesetzt haben“, führt er seine Rede zu Ende und widmet sich den Pfählen, auf deren Ende die Namen der jeweiligen Baumpaten stehen.

Dirk und Andrea Hirsekorn bringen ihr Namensschild an einem der ersten Bäume des We-ges an. Die anderen Baumpaten schnappen sich Spaten und Pfahl und suchen weiter Rich- tung Niedrigseilgarten nach einem geeigneten Baum.
Dirk und Andrea Hirsekorn bringen ihr Namensschild an einem der ersten Bäume des Weges an. Die anderen Baumpaten schnappen sich Spaten und Pfahl und suchen weiter Rich tung Niedrigseilgarten nach einem geeigneten Baum.

Alle Personen, die ihren Pfahl haben, können losziehen und sich ihren Baum frei aussuchen. Nach kurzer Zeit ist die gesamte Menschenmenge über die Berkelaue verteilt und damit beschäftigt, die Namensschilder anzubringen. Es werden viele Fotos gemacht – vor allem Familien mit Kindern nutzen die Gelegenheit, um sich mit „ihrem“ Baum abzulichten. Auch der stellvertretende Bürgermeister Günter Schültingkemper hat eine Baumpatenschaft übernommen.

„Das ist eine tolle Aktion. Ich wollte eigentlich vier Bäume für alle Enkel kaufen, konnte dann aber nur einen bekommen“, sagt er lachend. Die Vergabe der Bäume, die im September begonnen hat, war nach etwa zwei Stunden bereits abgeschlossen.

Eine Patenschaft konnte für 30 Euro übernommen werden. „Zwei, drei müssen wir noch“, sagt Effkemann, während er einen der letzten Namenspfähle auf den Schultern transportiert, um ihn eigenhändig einzugraben für die wenigen Baumpaten, die es zeitlich nicht geschafft haben. Generell läuft alles reibungslos ab. „So eine gute Resonanz ist sensationell“, sagt Martin Pollmann. Die Bürgerstiftung plane auch schon ähnliche Aktionen.

„Die Flächensuche ist oft schwierig, aber es gibt konkrete Pläne“, verspricht er.

Autor; Sebastian Schütte (AZ)

 

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